Dienstag, 12. Juni 2012

SIE


Liebe hinterfotzige Freundin Paranoia,  
du hörst alles,
du siehst alles,
du fühlst zuviel,
du flüsterst ständig,
du grübelst ständig,
du hältst mich auch nachts wach,
du tauchst in meinen Träumen auf,
du bestimmst meine Handlungen,
du bist der pure Wahnsinn.
Von: Béatrice

2 Kommentare:

  1. Die Paranoia wird uns von klein an eingepflanzt - im Grunde genommen ist sie dem Gefühl von Schuld sehr ähnlich. Anstatt Scham zu erfahren, bei der einen andere Menschen spüren lassen, daß das eigene Verhalten für sie nicht akzeptabel ist; passiert dieser Prozess nach innen.

    Es ist sicher auch etwas katholisches daran. Denk nur mal dran, wie es war als Kind etwas "schlimmes" gemacht zu haben. Ein massives schlechtes Gewissen wurde einem antrainiert. Dieses schlechte Gewissen hält ein Leben lang an und mit ihm kommen oft tiefe Schuldgefühle. Zur Paranoia, vor allem in der Art, wo man sich konsequent selber ständig überprüft und für nicht gut genug empfindet, ist es dann oft nicht weit.

    Im extremsten Fall trägt man dieses Gefühl in seine Aussenwahrnehmung hinein und geht davon aus das Andere die gleiche Meinung über Einen haben. Aber vielleicht ist das sogar der angenehmere Prozess.

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  2. Hallo doppelzoo!
    Danke für deinen Kommentar! Du hast mir damit weiter geholfen!

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