Donnerstag, 15. Dezember 2011

Kapitulation




Es gibt nichts mehr zu besprechen,
es wurde bereits alles gesagt.

Es gibt nichts mehr zu hinterfragen,
die Antworten wurden bereits geliefert.

Es gibt nichts mehr zu beschönigen,
die Realität zeigt ihre hässliche Seite.

Es gibt nichts mehr zu kitten,
die Wunden sind zu tief.

Es gibt nichts mehr zu ändern,
der Versuch auf Änderung ist gescheitert.

Kapitulation!
Ein Neuanfang!

Von: Béatrice

Dienstag, 13. Dezember 2011

Freiheit!


Kein Kind
Keine Familie
Kein Haus
Keine Eigentumswohnung
Keine eigene Firma
Keine soziale Verpflichtungen
Kein Eigentum
Kein Geld
Frei!
von: Béatrice 

Donnerstag, 24. November 2011

Geschäft mit der Liebe



Ich gebe, du nimmst.
Ich gebe mich hin, du nimmst mich mit aller Gewalt.
Ich bezahle dafür, damit ich Liebe bekomme.
Ich bezahle in Form von Hingabe, Kompromissbereitschaft, Aufopferung, Nettigkeit.
Ich schöpfe aus meinen emotionalen Ressourcen, damit ich deine Aufmerksamkeit bekomme.
Du stellst mir ein Angebot, und ich bezahle dafür mit allem was ich habe.
Du erhöhst deinen Preis, und ich kratze dafür meine Notreserven an.
Du bekommst für geringen Einsatz was du willst.
Ich habe ein schlechtes Geschäft gemacht.
Übrig bleibt ein großer Schuldenberg an emotionalen Müll.
Von: Béatrice

Sonntag, 23. Oktober 2011

Wert

Du hast gelernt, mit den Fehlern von Menschen umzugehen.
Du hast gelernt, Menschen verzeihen zu können.
Du hast gelernt, zu funktionieren und niemals aufzugeben.
Du hast gelernt, stark zu sein.
Du hast gelernt,  zu überleben.
Du hast gelernt, Liebe zu geben.
Du hast gelernt, anderen zuzuhören.
Du hast gelernt, lieb zu sein.
Du hast niemals erfahren, was du wert bist.
von: Béatrice

Dienstag, 11. Oktober 2011

vs.

Kuschelsex versus harten Sex
Ehefrau versus Geliebte
Besinnlicher Abend versus Party
Normal versus Fetisch
Alltag versus Besonderes
Beziehung versus Affäre
Familie versus Freiheit
Treue versus Betrug
Wahrheit versus Lüge
Gewöhnlichkeit versus Schönheit
Mutter versus Ewige Jugend
Langeweile versus Spaß

Banalität versus Kreativität

Was ist besser?
von: Béatrice

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Ausweg


Verloren bist du,
in deiner Gedankenwelt verstrickt,
findest du den Ausgang nicht.

Alleine bist du,
geliebte Menschen haben sich abgewandt,
und dich in die Irre verbannt.

Unglücklich bist du,
weil du nicht auf dein Gefühl gehört hast,
und dein Herz dich betrogen hat.

Gewinnen wirst du,
weil deine Gedanken sich klären,
und ein Ausweg sich nähert.

Gesellig bist du,
ungeliebte Menschen aus deinem Leben weggekickt,
und Liebesgrüße an den Teufel verschickt.

Glücklich bist du,
weil du die wahren Gefühle erkennst,
und dein Herz dich richtig lenkt.

Montag, 3. Oktober 2011

Glück




Das große Glück ist eine Anhäufung von kleinen glücklichen Momenten.
Das Streben nach dem großen Glück ist sinnlos, weil es kein großes Glück gibt.
Es gibt nur Momente des Glücks.
von: Béatrice

Sonntag, 6. März 2011

Was wäre wenn

Die Frage: "was wäre wenn....." sollte meiner Meinung nach nie gestellt werden. Denn selbst, wenn man sich mal falsch entschieden hat und es womöglich schon länger zurück liegt,  und daraus  bestimmte
Situationen entstanden sind, welche  man so nicht haben möchte, so hat man meiner Meinung nach noch immer die Möglichkeit sie zu ändern oder das ganze zum Positiven zu wenden. Ich glaube im Grunde gibt es gar keine falschen Entscheidungen. Es sind schlicht und einfach nur Entscheidungen. Die Wertung macht man immer nur danach. In dem Augenblick aber, wo man sich entscheidet, empfindet man es wahrscheinlich als richtig.  Später glaubt man es wäre die falsche Entscheidung gewesen. Warum? Weil Entscheidung B vielleicht doch besser gewesen wäre? Also richtig gewesen wäre? Dann war Entscheidung A also falsch? Und da sind wir wieder bei der Frage: Gibt es ein "Richtig"? Gibt es ein "Falsch"? Haben wir ein Gespür dafür, was Falsch oder Richtig ist? Oder entscheiden wir nicht viel eher nach einem Wertesystem, das uns von der Kultur eingeimpft wurde,  welches aber nichts mit Richtig oder Falsch im ursprünglichem Sinne zu tun hat?

Donnerstag, 10. Februar 2011

Die Begierde

2.   Die Begierde

The day after

Du kannst doch unter der Woche nicht so lange fortgehen…
Du kannst doch unter der Woche nicht so viel Alkohol trinken(oder andere gefährliche   Substanzen zu dir nehmen)…
Du kannst doch unter der Woche nicht einfach Sex haben, womöglich mit jemand, den du nicht einmal kennst….
Du bist zu alt für all diese Sachen! Frau, reiß dich zusammen!
Und überhaupt, du musst dich schon anpassen, als Frau, sonst bist du bald nicht mehr Gesellschaftsfähig. Mach was aus deinem Leben, geh Geld verdienen, mach Karriere, oder bekomm Kinder und koch immer schön brav! Sei hübsch, geh zum Frisör und werd ja nicht zu fett. Wie auch immer, Was auch immer….Pass dich an! Sei so wie die Gesellschaft dich haben will!
Wer sagt das? – Deine Moral! Geprägt von der Gesellschaft mit ihren überkommenen Grundvorstellungen, wie man eben sein sollte!
Schmeiß sie weg, diese verlogene Moral! Lebe so wie du willst!
Wer sagt das? – Deine Seele!    
Diese von der Gesellschaft geprägte, verlogene Moral erhebt heute erneut ihre Stimme und ermahnt mich: Trink nicht zuviel! Konsumiere keine Drogen! Gib dich den Männern nicht billig hin! Das ist der Verhaltenskodex an dem du dich halten musst! Spontane Emotionen die gelebt werden, sind nicht erwünscht. Nur keine Authentizität zeigen, das will keiner!
Gestern Abend habe ich diese Moral mit Füßen getreten, und meine Seele mit all ihren extremen Seiten ausleben lassen. Und nun hat mich das von der verlogenen Moral durchdrungene schlechte Gewissen wieder fest in der Hand und quälende Fragen beschäftigen mich: Hab ich zuviel getrunken? Ja! Hab ich zu viele Drogen konsumiert? Zuviel vom falschen Zeug… Männer? Sebastian!

Sebastian. Genau. Aber was war mit ihm? Es fällt mir schwer zu denken. Mein Kopf schmerzt und übel ist mir auch. Langsam fallen mir die verschiedenen Episoden des Abends wieder ein: Badeschiff, Club Susi, Alkohol, Drogen, wilde Tanzerei, SEBASTIAN, Klo. Das Klo. Da hat ja die fastsexeinlage stattgefunden. Dann die ganze Tanzerei mit ihm. Und ich war total betrunken, völlig Stoned. Fuck, bei dem hab ich sicherlich einen schlechten Eindruck hinterlassen.

Mittlerweile ist es bereits später Nachmittag,  ich liege noch immer im Bett und grüble vor mich hin. In Gedanken versunken, versuche ich aufs Neue die letzte Nacht detail getreu zu rekonstruieren, was mir aber nur teilweise gelingt. Verdammter Hirnfick! Besser ich geh mal in die Küche und mach mir dort was Deftiges zum Essen. Mein Magen braucht jetzt was Rustikales, damit er sich wieder einrenkt. Außer eine Dose mit Bohnen und Speck ist nichts da. Egal. Für meine Zwecke ist das sowieso rustikal genug. Hungrig bereite ich mir innerhalb von 4 Minuten dieses ´exquisites Gericht´ zu. Setz mich damit in den Schaukelstuhl und verschling es in nicht einmal 2 Minuten.

Meinem Magen geht es jetzt zwar besser, meiner Psyche aber immer noch nicht. Wieder denke ich über den gestrigen Abend nach und grüble vor mich hin. Wie sah Sebastian eigentlich aus? An sein Äußeres kann ich mich nur noch schemenhaft erinnern. So sehr ich auch versuche mir sein Gesicht vorzustellen, es gelingt mir nicht wirklich, das einzige was sich mir eingeprägt hat, sind seine Augen: groß, blau und trotzig. Ansonsten sehe immer das gleiche Bild vor mir: ein blass wirkender junger Mann im rot karierten Hemd. Und trotzdem hat er bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dieser Eindruck lässt sich nicht in Worten fassen. Es spielt sich mehr auf der Gefühlsebene ab. Seltsamer Weise fühle ich mich ihm verbunden, spüre eine gewisse Vertrautheit zwischen uns.

‚Du fühlst dich ihm also verbunden? Spürst eine Vertrautheit zwischen dir und Sebastian? Bist du dir da sicher?’ fragt mich mein Verstand und sagt mir, diese Gefühle sind von mir künstlich erzeugt und haben nichts mit Sebastian zu tun. Sie können nichts mit ihm zu tun haben! Schließlich kenne ich ihn erst seit ein paar Stunden. Ich gebe mich einer Illusion hin, die nichts mit der Realität zu tun hat. Die Gefühle wiederum beharren auf ihre Daseinsberechtigung in der realen Welt, und sagen mir: denk mit dem Herzen!

Körperlich total ausgelaugt schlepp ich mich von der Küche in mein Zimmer, lass mich wie ein Sack Kartoffel ins Bett fallen und versuche mich zu entspannen. Jedoch der verdammte Hirnfick meldet sich nach einer kleinen Pause mit voller Wucht wieder zurück. Immer die gleichen Fragen, die mich quälen: Hab ich die Kontrolle über mich verloren? Habe ich mich blamiert? Wird er sich bei mir melden?

Plötzlich hör ich von meinem Laptop einen mir sehr vertrauten Ton. Der Ton der mir sagt: Sie haben eine Email erhalten.

Unverzüglich stehe ich auf, begebe mich zu meinem Schreibtisch, welcher gleich neben meinem Bett steht und klicke auf Posteingang. Ich bin sehr aufgeregt. Bitte lass es von Sebastian sein, denke ich mir. Es ist von Sebastian! Er schreibt, dass ich ihm den Kopf verdreht habe und er mich unbedingt wieder sehen möchte. Seine Telefonnummer hat er auch gleich hinzugefügt. Schlagartig geht es mir besser und Endorphine durchströmen meinen Körper!

 Es ist 17:10, als ich ihm folgendes antworte:

Hallo Sebastian...

ich bin ganz überrascht und auch sehr erfreut, dass du dir meine email gemerkt hast. Jedenfalls würde ich dich gerne wieder mal sehn...quasi ein offizielles date ;-). Heute geht es leider nicht mehr, ich bin immer noch ziemlich fertig. Aber nächste Woche würde es der Dame sehr passen den charmanten Herrn mit dem rot karierten Hemd wieder zu sehn.
Meine Nummer :********

Béatrice

Wird er mir jetzt gleich eine SMS schreiben? Wird er mich gleich anrufen? Wird er mir per Email antworten? Oder wird er sich doch erst nächste Woche melden? Ich hätte meine Email mit irgendeiner Frage beenden sollen, dann würde er garantiert gleich oder zumindest heute oder morgen antworten. Ich an seiner Stelle würde mir sofort zurück schreiben. Da ich aber nicht er bin und auch nicht weiß welchen Eindruck ich bei ihm hinterlassen habe, heißt es jetzt mal abwarten.

Aber genau das ist mein Problem, ich hasse es zu Warten. Warten auf jemanden, warten auf eine Antwort, warten auf irgendetwas, ganz egal was, ich mag es einfach nicht. Und Sebastian lässt mich gerade warten! Ich verstehe das nicht. Er müsste meine Email doch schon längst gelesen haben. Ist er vielleicht gar nicht daheim? Aber er hat mir doch die Mail gesendet. Das heißt doch, dass er zuhause sein sollte. Also warum antwortet er scheißverdammtnocheinmal nicht?
Eigentlich bin ich ein geduldiger Mensch, jedenfalls behaupten das die anderen von mir.  Aber hinter dieser scheinbaren Geduld verbirgt sich ein äußerst ungeduldiger und unsicherer Mensch, der Angst vor offenen Konfrontationen hat.
Geduld ist die Kunst, die Ungeduld zu verbergen und ich finde dieses Sprichwort ziemlich passend, es trifft absolut auf mich zu. Ich beherrsche diese Kunst wahrlich vortrefflich. Heute aber wird meine Kunstfertigkeit beiseite gelegt und ich gehe offen zur Ungeduld über, die mich dazu antreibt Sebastian eine SMS zu schicken. Was soll ich überhaupt schreiben?  Ich weiß schon: 

Und? Has du meine Email schon gelesen?

Verdammt, jetzt habe ich zu schnell auf absenden gedrückt! Wie blöd bin ich eigentlich? Ihm so eine bekloppte SMS zu senden!  Nicht gerade ein Glanzstück von mir, Sebastian per SMS zu fragen, ob er meine Email schon gelesen hat. Hätte ich doch meine Geduld walten lassen! Diese Nachricht war total für´n Arsch. Sinnlos. Egal, scheiß drauf. Entweder er antwortet jetzt oder eben nicht. Zu meiner Überraschung antwortet er sofort:

 Ich  habe deine Email noch nicht gelesen, da ich  noch nicht daheim war.

Sonst nichts. Ich möchte jetzt aber unbedingt wissen, ob und wann er mich treffen möchte. Deshalb entschließe ich mich dazu, ihm noch eine SMS zu senden, und zu fragen wann er Zeit hat. Die Antwort folgt prompt:

Bin bei Freunden und wir planen gerade die Tokyo Reise, in 2 Wochen soll es losgehen. Also ich weiß noch nicht, wann es bei mir geht.

Gestern noch voller Leidenschaft und heute so kühl? Dieser Typ verwirrt mich! Zuerst schickt er mir so eine nette Email, wo er deutlich sagt er möchte mich wiedersehen und gibt mir auch noch seine Telefonnummer. Und jetzt diese Kälte! Was soll das? Verfolgt er irgendeine Strategie? Oder ist er einer von diesen Typen, die nicht wissen was sie wollen? Hat er diese Mail im betrunkenen Zustand geschrieben und bereut es jetzt? Ist das seine Art mir mitzuteilen: lass mich in Ruhe?!


‚Du machst dich zum Affen, und das mit 32 Jahren! Merkst du denn nicht, dass er dich nur verarscht? Er macht sich über dich lustig! Wahrscheinlich lacht er mit seinen Freunden gerade über dich. Er spielt ein Spiel mit dir. Sei vorsichtig!’ flüstert mir meine hinterfotzige Freundin Paranoia zu.

Erstes Bauchweh stellt sich ein. Eigentlich viel zu früh, für ein ungutes Gefühl in der Bauchgegend. Erneut kommen wirre, paranoide Gedanken auf, die mich aufs Neue beschäftigen und ich schlafe unruhig ein.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Wahnsinn vs. Normal

was ist wahnsinn? was entspricht der normalität? wer ist wahnsinnig? wer ist normal? wer stellt die richtlinien auf, die uns aufzeigen was normal und was anormal ist? die gesellschaft macht das, und die gesellschaft setzt sich aus "normale" menschen und den ganzen wahnsinnigen institutionen zusammen. die gesellschaft hält also fest was normal und was nicht normal ist. was aber, wenn sich eine ganze gesellschaft irrt, und die menschen, die glauben sie wären normal in wirklichkeit total geistesgestört sind? und umgekehrt, welche die glauben sie wären wahnsinnig und fern jeglicher realität, in wirklichkeit die "normalen" sind? 
deshalb: meiner meinung nach gibt es keine wahnsinnige und keine normale menschen – alle haben wir ein bestimmtes verhalten, welches wiederum von der gesellschaft bzw der jeweiligen kultur geprägt ist. das verhalten für sich allein, ist weder normal noch wahnsinnig. es ist einfach nur ein akt, ein bestimmtes denken, ein bestimmtes handeln, ein bestimmtes sprechen etc... es ist die (be)wertung die menschen in diesen zwei kategorien einteilt. die gesellschaft macht das mit ihrem regelwerk. entspricht der habitus eines menschen nicht den vorgaben der momentanen vorherrschenden kultur, dann wird dieser mensch als wahnsinnig abgestempelt. 
es gibt die subjektive und objektive realität. beide stehen im Wechselspiel, beeinflussen sich gegenseitig und können nicht losgelöst voneinander existieren. somit sind wir alle unweigerlich miteinander verbunden und aufeinander angewiesen, ob wir es wollen oder nicht.  innerhalb dieser objektiven wirklichkeit werden regeln aufgestellt, wie man sich in verschiedenen situationen richtig zu verhalten hat. und wenn sich das subjekt nicht daran hält, quasi außerhalb des netzwerkes steht, wird es als anormal sprich wahnsinnig angesehen.

von: Béatrice

Sonntag, 16. Januar 2011

Angst

Ich bin nicht nur die Schwarzfärberin deiner Seele.
Wenngleich ich auch dies vermag, so bin ich auch heilbringend, und warne Menschen vor Unheil und Schmerz.
Ich warne dich!
Hör auf mich!

von: Béatrice

Mittwoch, 5. Januar 2011

Die ausgekotzte Seele

Muss alles gesagt werden?
Muss alles nach Außen gekotzt werden?
Muss die Seele entblößt werden?
Damit sich jeder ein Bild von der Seele machen kann?
Sie analysieren, sich daran ergötzen, das intimste eines Menschen aufsaugen.
Der Mensch hat keine Geheimnisse mehr, alles liegt offen dar.
Man lässt sich sozusagen in die Karten des Lebens schauen, ist ein offenes Buch.
Mensch erhofft sich Hilfe indem er seine Seele preisgibt, die Seele dem Teufel verkauft.
Wir alle machen das, mehr denn je.
Aber Hilfe bekommt er nicht, sondern nur eine andere ausgekotzte Seele!

 von: Béatrice